mobile und „aktive“ Lautsprecherboxen

Eines der wichtigsten Dinge beim Bauen in der Werkstatt, vor allem aber auf Baustellen, ist meine kleine Aktivbox. Sie besteht aus einer Rema-Andante, in die ich vor vielen Jahren das elektronische Innenleben einer dieser „Computerboxen-Kombi“ verbaute, wie man sie überall nachgeworfen kriegt.

Nun hatte sich ein Brummen eingeschlichen, die Potis brauchten Spray und ich wollte sie innerlich auf Mono kurzschließen (die Ergänzungsbox nehm ich ja doch nie mit). Also machte ich sie heute mal auf:

Alte Rema-Box, unten die Weiche, links oben Trafo, rechts oben die Verstärkerplatine (nochmalerweise festgeschraubt).

Bei der Gelegenheit habe ich nicht nur hie und da etwas nachgelötet sondern fragte mich auch bald, ob es nicht überhaupt bessere Verstärker auf Platine gibt. Und es gibt sie. Eine unüberschaubare Menge sogar, allein auf eBay.
Das Herz eines solchen Verstärkers ist der integrierte Schaltkreis (IC). Das restliche Gelöt auf der Platine ist auch wichtig aber irgendwo muss man mit dem Aussortieren ja anfangen. Ein Blick ins Forum von www.mikrocontroller.net verrät, dass z.B. ein TDA7293 keine schlechte Idee wäre. Als weitere Einschränkungen wählte ich „12v“ (um mal zu gucken, ob man so ein Ding auch am Zigarettenanzünder bzw. mittels Autobatterie betreiben könnte). Voilà:

Bevor ich so ein Ding aus China ordere (zumindest gäbe es bei dem Preis keine Probleme mit dem Zoll), wollte ich mal gucken, was die Leute aus dem Zeug so bauen. Einen Beitrag, der mir (bis auf die Holzarbeiten) sehr gut gefallen hat, fand ich auf http://www.project-insanity.org. Auf diesem Blog geht es wirklich ein bischen um Technik und nicht bloße Konsumelektronik. Der Betreiber Jonas hat bei seiner Aktivbox sogar alte Akkus aus Laptops eingebaut, find ich sportlich.

(Der Screenshot ist mit der Webseite verlinkt, einfach draufklicken)
(Die Bilder lassen sich auf der Seite anklicken und dann vernünftig via Slideshow betrachten)

Da zucken einem doch die Finger und man will sich auch sofort sowas bauen, oder? Also mir geht es so.
Für diejenigen, die sich so eine Box zwar wünschen, sie aber nicht selbst bauen können oder wollen, gibt es natürlich Alternativen. Zum Beispiel bin ich vor einer Weile über eine interessante Box von Nubert gestolpert, die viele Ansprüche an eine moderne und gute Aktivbox befriedigen soll.
Der Wermutstropfen ist, dass die nuPro A-100  für Zuhause geschaffen wurde und sich auch nur dort wohl fühlen dürfte.
Wenn man eine echt schöne Box für unterwegs sucht, wird man tatsächlich im Leipziger Westen fündig und zwar mit der „tombox“ von diefabrik. Ich möchte jetzt nicht übermäßig Werbung machen aber denke, ich kann hier einfach mal ein Pic reintun:

(Der Screenshot ist mit der Webseite verlinkt, einfach draufklicken)

Ich finde, die machen wirklich hübsche Sachen, damit ist meine Aktivbox natürlich kaum vergleichbar.

Wer aber „seine“ Box selbst bestimmen möchte, vielleicht auch mitentwickeln oder Hand anlegen, aber nicht alles selbst machen kann, darf mich gern ansprechen. Ich bin keine Selbsthilfewerkstatt, sondern nehme euch Arbeiten auch gerne ab. Meine eigene aktive Rema genügt mir zwar erstmal, für euer Projekt würde ich mich aber mit Freuden noch tiefer in das Thema begeben!

 

Bis bald

 

Albrecht

 

 

 

Nostalgie in Reinform: Riesige Fotosammlung alter Geräte. Und ein Abgesang auf das gute alte web.

alter Festwiederstand. Standort: Eichwald

In letzter Zeit mehren sich Berichte über „historische“ (oder zumindest so anmutende) Webseiten aus den guten alten 90ern. Ich persönlich kenne sie, wie viele sicherlich, eher in dieser Form. So ein ähnliches Exemplar, allerdings wesentlich gehaltvoller und sozusagen „doppelt retro“, ist mir jetzt wieder begegnet.

Die Seite www.eichwaelder.de ist nämlich auch inhaltlich alten Dingen gewidmet (die Menge der gesammelten, photographierten und beschriebenen Gegenstände ist schier unglaublich!). Und man wird begrüßt mit dem Hinweis des Betreibers, dass diese Seite möglicherweise bald überarbeitet und in neuer Form ins Netz gestellt wird.

Das finde ich aus nostalgischer Sicht recht schade, denn diese Seiten, die in solch gewissenhafter Weise mit Besucherstatistiken, grellen Farben oder sogar Rätseln aufwarten, sterben langsam aus.

Abschied auf www.eichwaelder.de
Grellbunt! So, wie die 90er nunmal waren…

Solange sie noch abrufbar sind, erinnern sie uns daran, dass eine Internetpräsenz mal so etwas Besonderes war, dass man sich nicht in erster Linie Gedanken darüber machte, wie man die Besucher am geschicktesten zu irgendwelchen Klicks oder Käufen verleitet. Sondern darüber, welche Sachen, die einem am Herzen liegen, man mit der ganzen Welt teilen möchte.
Natürlich lebt dieser Gedanke in der Blogkultur weiter. Trotzdem können uns nur solche Seiten ein Gefühl davon vermitteln, was der ursächliche Beweggrund war, als Privatmensch eine graphische Webseite zu betreiben.

Nun aber genug vom alten Internet. Meine besondere Empfehlung auf der beschriebenen Seite gilt der Rubrik „Alte Geräte„. Die Bilder sind mit dem entsprechenden Artikel verlinkt und dürften nach einem offline-gehen der Seite nicht mehr angezeigt werden.

Viel Spaß beim Wühlen und Entdecken!

Kassettenrecorder aus den 60er Jahren (ohne USB)

 

Quellux-Sonne
Design pur: Quellux-Sonne (50er/60er)

 

Kultlautsprecher aus den 50ern

 

Viel Spaß beim Gucken

 

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