Schere gegen schlechte Laune

Wände sind Fläche. In der Regel hat man davon zu wenig und würde diese Fläche gern nutzen. Regale und Schränke nehmen aber auch horizontale Fläche weg. Haken haben zwar den schlechten Ruf, nach der Entfernung Löcher zu hinterlassen, wer aber sowieso hin und wieder malert (oder umzieht), sollte den Gewinn im Verhältnis zur eventuellen Arbeit nicht unterschätzen.

Das Dumme an Haken ist, dass Sachen, die daran hängen sollen, einen Aufhänger brauchen. Für alle, die spontan und ungezwungen leben, habe ich einen Tipp, einen Einfall der mir kam, als das Handtuch zum Xten Mal runterfiel und ich ihm aus Wut am liebsten einen Schaden zufügen wollte. Vielleicht wird der Schlitz irgendwann noch gesäumt (dichter Zickzack, wer keine Overlook besitzt) wenn er franst. Manche Frottiere machen das aber garnicht. Frottee? Frottier?

Für spontanere Eingriffe ins textile Umfeld!

Noch etwas Improvisiertes habe ich gleich mal fotografiert. Wer kann erkennen, was für ein Haken das mal war?

image

Genau, ein Kleiderhaken. Das Gewinde ist nicht das tollste aber bei großen Belastungen würde der Haken eh aufbiegen. Dafür ist er sehr groß. Und hält sich erstaunlich gut! Ach, da könnt ich gleich noch schreiben, was man alles ganz toll via (unmodifiziertem) Kleiderhaken irgendwohinhängen kann. Aber für heute ist es genug.

 

a

 

Raumaufmöblung ist jetzt „werk und gut“

Über 2 Jahre und viele schöne Aufträge gab es nun „Raumaufmöblung„, mein handwerkliches Kleinunternehmen. Als ich beispielsweise im NBL anfing Sachen zu bauen, brauchte ich erst mal gar keine Unternehmensform. Dann funktionierte alles immer besser, sollte greifbarer werden, brauchte einen (Arbeits)Titel. Raumaufmöblung sollte eine Verquickung aus Raumausstattung und Upcycling (alte Sachen „aufmöbeln“) kommunizieren.

Mittlerweile (2014) betrachte ich Upcycling als normal. Und in der klassischen Raumausstattung gibt es spezialisiertere Leute ( z. B. die Sattlerei Dietrich in Stötteritz) als mich und ich denke auch nicht mehr nur wie ein Raumausstatter. Raumplanung gelingt mir gut und ist eine Herausforderung. Ebenso das Ausloten von Materialeigenschaften oder das Entwickeln von Arbeitsabläufen.
Mein Kundenumgang ist selbstverständlicher geworden, ich beginne eine richtige Werkstatt aufzubauen, mein Unternehmen hat sich stark entwickelt. Dieses neue Selbstbild brauchte einen neuen Namen.

„werk und gut“ ist offener und weiter gedacht. Natürlich biete ich meine Arbeit, mein Hand-Werk an, verstärkt aber auch Güter, also fertig entwickelte Dinge. Das kreative Denken und die enge Zusammenarbeit mit den Kunden bleibt aber die „Hauptgeschmacksrichtung“, auch bei werk und gut. Denn Ideen und KnowHow sind, neben ihrer Umsetzung, meine Kernkompetenz. Für meine geschätzten Kunden und Auftraggeber sowie alle anderen, mit denen ich gemeinsam an Projekten mitarbeiten und -entwickeln durfte und dies noch tun werde.

Vielen Dank dafür und sicherlich bis bald

Albrecht Lange