woodworking by Cristiana Felgueiras

Klar, Videos die zeigen, wie man Emporen, Schränke usw. baut,
können bieder sein.

Und zwar 2006.

2016 hingegen sollten sie so sein, wie die Künstlerin Cristiana Felgueiras sie unter ihrem Label „GET HANDS DIRTY“ veröffentlicht. Sie ist 27, wohnt in Portugal und ich würde sagen sie hat den Dreh raus.

Klar sollte allerdings sein, dass solche Schrauben in weichem Nadelholz egal welchem Holz nichts verloren haben.
Und das die Marke „Skil“ tatsächlich alles andere, aber keine hochwertigen Elektrowerkzeuge herstellt. Aber das soll der Sache keinen Abruch tun, weiter gehts.

und als letztes

Hmm. Nein, doch noch eines. Weil es einfach mal die schönste Kabelbefestigung der Welt ist:

Habt ihr schon viereckige Augen?

Grüße

a

Endlich Visitenkarten!

Naja, es hat eben eine Zeit lang gedauert. Nun gibt es sie: Visitenkarten, die man endlich immer zur Hand hat, wenn man im Gespräch mit Leuten die eigene Nummer nebst mailadresse weiterreichen will. Natürlich handgefertigt – mit Stempel! Nur unser vorsintflutlicher Laserdrucker brauchte etwas guten Zuspruch, um das dicke Papier zu akzeptieren…


Ich hab die mit dem Cutter geschnitten und da muss man immer zweimal durch. Bei der mittleren Vertikalen hatte ich prompt den 2. Schnitt vergessen und hatte auf einmal – eine Faltkarte. Verschwendung? Nein, sondern genial, so hat jeder, der eine Karte erhalten hat, gleich noch eine zum abreissen und weitergeben! Ick freu mir, hab gleich alle so gemacht.

So, fein. Dann müssen wir jetzt nur noch daran denken, immer welche dabei zu haben. Und ihr auch. Wenn ihr noch keine habt, auf in unseren Laden! Da gibts auch direkt nen ollen Senseo-Kaffee dazu. 

Apropos Trinken, Peter und ich planen bald eine Art gemeinsame Werkstatteinweihung. Geht ja jetzt: Kundenaquise trotz trunkenen Lallen? Einfach ne Visitenkarte anlecken und sich an die Stirn kleben XD

Aus der Ruprik „Hübsche Infografiken“. Heute: Raspberry Pi

Die englische Bude RS Components, also der Hersteller des Raspberry Pi (sowas wie Conrad Elektronik in unpeinlich) hat eine hippe Infografik veröffentlicht, die eine Art BestOf der mittels „Raspi“ umgesetzten Projekte darstellen soll.
Ich persönlich finde das „RetroPie Project“ nicht nur vom Auftritt sehr angenehm aber das guckt jeder für sich selbst. Klar sollte sein, dass dies nur eine Spitze eines großen Eisberges ist, die hier gezeigt wird. Offenbar empfand man Haussteuerungen usw. als nicht gut zur Zielgruppe passend. Naja. Ein Klick jedenfalls auf den grünen oder roten Button „View the Projekt“ bringt einen zum jeweiligen Projektpages, Videos usw. Viel Spaß!

Grüße

 

a

Experten sehen Kommerzialisierung der Maker-Community kritisch – Neues von der transmediale

Maker-Szene= Selbstermächtigung? Auch die Maker werden durch eine wachsende Industrie bedient, die nicht schlecht verdient. Ist es bereits jetzt Zeit, über ein neues Selbstverständnis nachzudenken? Bild: ultimaker.com

Das Festival „transmediale“ (wikipedia) ist seit fast 30 Jahren ein jährlich in Berlin stattfindendes, großes Event für kulturelles „nach-vorn-Denken“.

Unter dem Titel „Anxious to Make “ haben sich am gestrigen Donnerstag verschiedene Expert_innen dazu geäußert, wie sie die Entwicklung der Maker-Kultur mittlerweile einordnen:

Maker-Kultur gehört inzwischen zum Mainstream. Während sie ursprünglich von Ansätzen des Do-It-Yourself oder Do-It-Together geprägt war, werden Maker-Methoden und -werte wie Peer-Learning, lokale Produktion oder Wiederverwertung von Material zunehmend von For-Profit-Unternehmen übernommen.

Die komplette Ankündigung dieser Veranstaltung kann man hier nachlesen.

Leider finde ich noch keine Aufzeichnung dieser Vorträge. Allerdings gibt es bereits einen Bericht auf Heise, der sich zwar, wie mir scheint, vor allem auf die kritischen Aspekte konzentriert, sich aber dennoch interessant liest und ein Thema anschneidet, das bei der Beurteilung der „dritten Industriellen Revolution“ nicht unter den Tisch fallen sollte:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Transmediale-Instrumentalisierung-der-Maker-Szene-befuerchtet-3095223.html

 

UPDATE 09.05.16

Der Beitrag (englisch) lässt sich nachhören auf

https://voicerepublic.com/talks/re-positioning-maker-culture

 

Grüße

a

Fairphone 2 kann bestellt – und auch repariert werden. iFixit ist begeistert!

Fairphone 2 ist erhältlich und wird von iFixit als „hervorragend zu reparieren“ bewertet

Mir scheint, dass das Niederländische Fairphone in der 2. Auflage wesentlich erfolgreicher werden dürfte, als das mehr oder weniger reine Lizenzmodell der 1. Generation. Auch wenn man nach wie vor mit der Interpretation „konfliktfreie Rohstoffe = fair“ aufpassen muss, scheint das gerade 3 Jahre alt gewordene Unternehmen diesmal einfach mehr richtig gemacht zu haben. Indem es zum Beispiel auf den Trend zu explizit reparaturfähiger „Konsumelektronik“ setzt. Vergleichbar vielleicht mit Googles Modul-Smartphone Ara, aber nicht so unangenehm überambitioniert.

Am Preis des Telefons sieht man auch, in welcher Liga solch ein Gerät eigentlich spielt – wenn man mal von Samsung & Co absieht. Bei einem Preis von gegenwärtig 520,-€ bleibt den Leuten von Fairphone ein Nettogewinn von 9€. Mehr Details in diesem PDF (in deutsch).

Bild: Fairphone
Bild: Fairphone

Die Profis von iFixit haben nun ein Fairphone 2 zerlegt und ihm als erstem Smartphone überhaupt 10/10 Punkte (für einfache Reparatur) gegeben. Auch wer sich für die üblichen technischen Daten des Geräts interessiert, wird in dem eingehenden aber lustigen und übersichtlichen Artikel fündig:

Screenshot: iFixit

 

Ich persönlich wünsche den Macher_innen des Fairphones weiterhin nur viel Glück – ich kann so viel Geld nämlich nicht in ein Smartphone investieren. Ich finde aber, das Leute, die dazu bereit wären, es dann doch bitte tun sollten, anstatt sich eines dieser ieh-Phones zu holen, mit Hilfe derer sich Apple eh nur eine Bude für über 5 Milliarden (!) US-Dollar hinstellt.

Ich halte es da lieber pragmatisch und quasi „freegan„, indem ich nach einem günstigen gebrauchten Smartphone gucke, das man mit CyanogenMOD wiederbeleben kann. Wer bei Kleinanzeigen & Co ein Schnäppchen machen will, kann sich mit Hilfe dieser Liste von XDA orientieren.

edit 12.03.16:

Laut einem Bericht von Heise könnten demnächst Ubuntu OS, Firefox OS und Sailfish auf das Fairphone 2 portiert werden.

 

Findet ihr, ich habe etwas Wichtiges übersehen? Oder habt ihr einen Fehler entdeckt? Schreibt mir einen Kommentar!

 

Grüße

 

a

Runder Tisch Reparatur

Bild: www.runder-tisch-reparatur.de
Bild: www.runder-tisch-reparatur.de

Nein, dies ist nicht der Titel eines Artikels über die Reparatur von Tischen. Ende letzten Jahres, genauer im Oktober, wurde in Berlin der „Runde Tisch Reparatur“ gegründet. Hierfür haben sich VertreterInnen der unerschiedlichsten Unternehmen, Verbände und der Presse zusammengefunden um in Zukunft über das Thema Reparatur zu diskutieren. Ganz klar haben sich hierbei schon gleich zu Beginn die ersten Forderungen heraus kristallisiert: Stärkung der Reparatur, Senkung des Ressourcenverbrauchs und lokale Wirtschaftsförderung.

„Wir brauchen eine richtige Reparaturrevolution. Alle reparierenden Marktakteure müssen Zugang zu Ersatzteilen erhalten, und zwar zu erschwinglichen Preisen“, forderte Detlef Vangerow, der in der Initiative etwa 1.000 reparierende Werkstätten und Fachhändler vertritt. Dem runden Tisch gehören zudem der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die Umweltverbände BUND, Nabu und Germanwatch sowie das Netzwerk Reparatur-Initiativen und iFixit Europe an.

mobile und „aktive“ Lautsprecherboxen

Eines der wichtigsten Dinge beim Bauen in der Werkstatt, vor allem aber auf Baustellen, ist meine kleine Aktivbox. Sie besteht aus einer Rema-Andante, in die ich vor vielen Jahren das elektronische Innenleben einer dieser „Computerboxen-Kombi“ verbaute, wie man sie überall nachgeworfen kriegt.

Nun hatte sich ein Brummen eingeschlichen, die Potis brauchten Spray und ich wollte sie innerlich auf Mono kurzschließen (die Ergänzungsbox nehm ich ja doch nie mit). Also machte ich sie heute mal auf:

Alte Rema-Box, unten die Weiche, links oben Trafo, rechts oben die Verstärkerplatine (nochmalerweise festgeschraubt).

Bei der Gelegenheit habe ich nicht nur hie und da etwas nachgelötet sondern fragte mich auch bald, ob es nicht überhaupt bessere Verstärker auf Platine gibt. Und es gibt sie. Eine unüberschaubare Menge sogar, allein auf eBay.
Das Herz eines solchen Verstärkers ist der integrierte Schaltkreis (IC). Das restliche Gelöt auf der Platine ist auch wichtig aber irgendwo muss man mit dem Aussortieren ja anfangen. Ein Blick ins Forum von www.mikrocontroller.net verrät, dass z.B. ein TDA7293 keine schlechte Idee wäre. Als weitere Einschränkungen wählte ich „12v“ (um mal zu gucken, ob man so ein Ding auch am Zigarettenanzünder bzw. mittels Autobatterie betreiben könnte). Voilà:

Bevor ich so ein Ding aus China ordere (zumindest gäbe es bei dem Preis keine Probleme mit dem Zoll), wollte ich mal gucken, was die Leute aus dem Zeug so bauen. Einen Beitrag, der mir (bis auf die Holzarbeiten) sehr gut gefallen hat, fand ich auf http://www.project-insanity.org. Auf diesem Blog geht es wirklich ein bischen um Technik und nicht bloße Konsumelektronik. Der Betreiber Jonas hat bei seiner Aktivbox sogar alte Akkus aus Laptops eingebaut, find ich sportlich.

(Der Screenshot ist mit der Webseite verlinkt, einfach draufklicken)
(Die Bilder lassen sich auf der Seite anklicken und dann vernünftig via Slideshow betrachten)

Da zucken einem doch die Finger und man will sich auch sofort sowas bauen, oder? Also mir geht es so.
Für diejenigen, die sich so eine Box zwar wünschen, sie aber nicht selbst bauen können oder wollen, gibt es natürlich Alternativen. Zum Beispiel bin ich vor einer Weile über eine interessante Box von Nubert gestolpert, die viele Ansprüche an eine moderne und gute Aktivbox befriedigen soll.
Der Wermutstropfen ist, dass die nuPro A-100  für Zuhause geschaffen wurde und sich auch nur dort wohl fühlen dürfte.
Wenn man eine echt schöne Box für unterwegs sucht, wird man tatsächlich im Leipziger Westen fündig und zwar mit der „tombox“ von diefabrik. Ich möchte jetzt nicht übermäßig Werbung machen aber denke, ich kann hier einfach mal ein Pic reintun:

(Der Screenshot ist mit der Webseite verlinkt, einfach draufklicken)

Ich finde, die machen wirklich hübsche Sachen, damit ist meine Aktivbox natürlich kaum vergleichbar.

Wer aber „seine“ Box selbst bestimmen möchte, vielleicht auch mitentwickeln oder Hand anlegen, aber nicht alles selbst machen kann, darf mich gern ansprechen. Ich bin keine Selbsthilfewerkstatt, sondern nehme euch Arbeiten auch gerne ab. Meine eigene aktive Rema genügt mir zwar erstmal, für euer Projekt würde ich mich aber mit Freuden noch tiefer in das Thema begeben!

 

Bis bald

 

Albrecht

 

 

 

Nostalgie in Reinform: Riesige Fotosammlung alter Geräte. Und ein Abgesang auf das gute alte web.

alter Festwiederstand. Standort: Eichwald

In letzter Zeit mehren sich Berichte über „historische“ (oder zumindest so anmutende) Webseiten aus den guten alten 90ern. Ich persönlich kenne sie, wie viele sicherlich, eher in dieser Form. So ein ähnliches Exemplar, allerdings wesentlich gehaltvoller und sozusagen „doppelt retro“, ist mir jetzt wieder begegnet.

Die Seite www.eichwaelder.de ist nämlich auch inhaltlich alten Dingen gewidmet (die Menge der gesammelten, photographierten und beschriebenen Gegenstände ist schier unglaublich!). Und man wird begrüßt mit dem Hinweis des Betreibers, dass diese Seite möglicherweise bald überarbeitet und in neuer Form ins Netz gestellt wird.

Das finde ich aus nostalgischer Sicht recht schade, denn diese Seiten, die in solch gewissenhafter Weise mit Besucherstatistiken, grellen Farben oder sogar Rätseln aufwarten, sterben langsam aus.

Abschied auf www.eichwaelder.de
Grellbunt! So, wie die 90er nunmal waren…

Solange sie noch abrufbar sind, erinnern sie uns daran, dass eine Internetpräsenz mal so etwas Besonderes war, dass man sich nicht in erster Linie Gedanken darüber machte, wie man die Besucher am geschicktesten zu irgendwelchen Klicks oder Käufen verleitet. Sondern darüber, welche Sachen, die einem am Herzen liegen, man mit der ganzen Welt teilen möchte.
Natürlich lebt dieser Gedanke in der Blogkultur weiter. Trotzdem können uns nur solche Seiten ein Gefühl davon vermitteln, was der ursächliche Beweggrund war, als Privatmensch eine graphische Webseite zu betreiben.

Nun aber genug vom alten Internet. Meine besondere Empfehlung auf der beschriebenen Seite gilt der Rubrik „Alte Geräte„. Die Bilder sind mit dem entsprechenden Artikel verlinkt und dürften nach einem offline-gehen der Seite nicht mehr angezeigt werden.

Viel Spaß beim Wühlen und Entdecken!

Kassettenrecorder aus den 60er Jahren (ohne USB)

 

Quellux-Sonne
Design pur: Quellux-Sonne (50er/60er)

 

Kultlautsprecher aus den 50ern

 

Viel Spaß beim Gucken

 

a

Sattlerei Dietrich schließt in Leipzig

Ich wusste es schon länger, entdeckte es jetzt aber auch auf seiner Webseite: Der Dietrich macht seine Sattlerei in Stötteritz zu. Natürlich geht so ein Umzug nach Berlin nicht so schnell (und für gute Aufträge ist ein Laden nie ganz zu, auch ab November nicht) aber ich fürchte, dass er so viel zu tun hat, dass er kaum noch was annehmen wird.

Ich habe Dietrich vor vielen Jahren beim Kellnern im NochBesserLeben kennengelernt. Ich mochte ihn schnell, nicht nur wegen seiner besonderen Art sondern auch deshalb, weil er sich in seinem Handwerk als jemand herausstellte, mit dem ich sehr gut zusammenarbeiteten kann und von dem ich gern lerne. Er wird nach Berlin gehen, dort glücklicherweise aber nicht ganz von vorn anfangen müssen, sondern auf ein paar Jahre Beziehungen zurückgreifen können. So manches Mal war ich etwas neidisch, wenn er zum Beispiel erzählte, an was für Materialien in was für Geschäften man dort so herankommt. Es ist also eine Weiterentwicklung, wie man sie idealerweise zulässt und durchführt, wenn sie sich anbietet.

Ich bin trotzdem etwas traurig und werde das Arbeiten aber auch Kaffeetrinken und Unterhalten an diesem wunderbaren zurückgezogenen Ort sehr vermissen. Ich wünsche ihm alles Gute und fürchte, ich muss ab jetzt mein eigener Sattler sein.

a